Lexikon
Stichwort |
Beschreibung |
ABS |
Kunststoffsorte: Acrylbutadienstyrol Anwendungsbeispiel: Automobilinnen- und Aussenteile, Fernsehgeräte Haushaltswaren, Computergehäuse, Handyschalen, ASA ( Luran ) |
ABS/PC |
Kunststoffsorte: Blend-Typen Anwendungsbeispiel: dto. ABS |
Fluorierung |
Aktivieren einer Kunststoffoberfläche zur Verbesserung der Lackhaftung durch Anlagerung von Fluoratomen in der Kunststoffoberfläche. Die Oberfläche bleibt mehrere Wochen aktiv. |
GSB |
Gütegemeinschaft für die Stückbeschichtung von Bauteilen. |
Hydrolacken |
(Wasserlacke) Unter diesen Begriffen versteht man im allgemeinen Lacke, die anstatt mit organischen Lösemittel (Aethyl- Butylacetat, Xylol, etc.) mit Wasser verdünnt werden. Hydrolacke sind qualitativ gleichwertig zu konventionellen Lacksystemen. Ihr Vorteil liegt in der Vermeidung von unweltschädlichen Emissionen. |
Korrosion |
Chemischer Vorgang, der zur langsamen Zerstörung eines metallsichen Werkstoffs führt. Man unterscheidet zwischen der Feuchtigkeitskorrosion (entsteht durch die Einwirkung von Feichtigkeit auf Metalle) und der Kontaktkorrosion (ensteht, wenn zwei Metalle in einer wassrigen Lösung berühren). Korrosionsschutz Unter Korrosionsschutz versteht man die Summe aller Maßnahmen, die dazu beitragen Werkstoffe vor der Zerstörung durch aggressive Medien (Gase, Flüssigkeiten) zu schützen. Ziel ist, das Ausmaß der Korrosion so zu begrenzen, dass Korrosionsschäden d.h. der Verlust oder die Einschränkung der Funktion eines Bauteiles oder einer Anlage vermieden werden. Für den leichten Korrosionschutz werden Primer und Grundierungen als Dünnschichtsystem eingesetzt, die zumeist Zinkphospatpigmenten enthalten. Für den schweren Korrosionschutz sind Dickschichtsysteme notwendig, die vorwiegend Eisenglimmer und Zinkstaub enthalten. Korrosionsgeschützt Dieser nicht genormte Begriff gibt an, dass Bauteile mit Hilfe von Beschichtungen (organische Schichten, z. B. Lack, Pulverbeschichtung) und/oder Überzügen (anorganische Schichten, z.B. Verzinkung, Chromatierung, Emaillierung) vor den einwirkenden Umgebungsbedingungen geschützt werden. |
Korrosionschutzklassen |
(nach DIN EN ISO 12944 Teil 2) C1: Trocken: Bauteile in Innenräumen mit normaler Luftfeuchte C2/C3: Mäßige Feuchte: Bauteile zu denen die außenluft häufig oder ständig Zugang hat. C4: Luftfeuchte belastetet mit Chloriden C5: Küstennähe, Belastung mit Meerwasser |
Lack |
Leitet sich ab von dem indischen Wort Laksha und bezog sich auf den aus der Lackschildlaus hergestellten „Schellack“: Nach der DIN 55945 sollte der Begriff Lack ersetzt werden durch „Beschichtungsstoff“. |
Lackieren |
Das Auftragen (applizieren) von flüssigen Beschichtungsstoffen wird im allgemeinen Sprachgebrauch als „lackieren“ bezeichnet. |
Laserbeschriftung |
Bei der Laserbeschriftung wird ein hoch energetischer Lichtstrahl (Laserstrahl) über Drehspiegel mit hoher Genauigkeit auf das Werkstück gelenkt. Aufgrund der großen Energie des Lichtstrahls ist es möglich in nahzu jedes Material zu „gravieren“. |
MP |
Kunststoffsorte: Melamin/Phenolharz Anwendungsbeispiel: Temperaturfeste Teile |
PA |
Kunststoffsorte: Polyamid Anwendungsbeispiel: Radkappen, Sitzverkleidungen Muss grundiert werden |
PC |
Kunststoffsorte: Polycarbonat Anwendungsbeispiel: Sturzhelme, Scheiben |
PE |
Kunststoffsorte: Polyäthylen Anwendungsbeispiel: Flaschen, Haushaltwaren |
PMMA |
Kunststoffsorte: Polymethylmethacrylat Anwendungsbeispiel: Plexiglas |
POM |
Kunststoffsorte: Polyoxymethylen Anwendungsbeispiel: Stoßfänger -- muss fluoriert werden, keine direkte Haftung |
PPO |
Kunststoffsorte: Polyphenylenoxid Anwendungsbeispiel: dto. ABS möglich |
PS |
Kunststoffsorte: Polystyrol Anwendungsbeispiel: Spielzeug, Phono- und Fernsehindustrie |
Pulverbeschichten |
Das Auftragen (applizieren) von pulverrigen Beschichtungsstoffen wird im allgemeinen Sprachgebrauch als „pulverbeschichten“, „pulvern“ oder „beschichten“ bezeichnet. |
PUR |
Kunststoffsorte: Polyurethanschaum Anwendungsbeispiel: Gehäuse, Automobilanbauteile |
Sandstrahlen |
Die Reinigungswirkung beim Sandstrahlen ähnelt einem Schleifvorgang und wird durch mechanisches Abtragen der verschmutzten, verzunderten oder korrodierten Oberfläche erreicht. Zusätzlich wird die Oberfläche aufgerauht, wodurch eine Verbesserung der Lackhaftung erreicht wird. |
Siebdruck |
Der nach dem Prinzip des Durchdrucks arbeitende Siebdruck hat sich neben dem Tampondruck zu einem der wichtigsten Verfahren zum Bedrucken von Kunststoffteilen entwickelt. |
Tampondruck |
Der Tampondruck ist ein indirektes Tiefdruckverfahren Der Tampon aus Siliconkautschuk passt sich auf Grund seiner hohen Elastizität problemlos an die verschiedensten Druckmaterialien an und ermöglicht es somit auch grob strukturierte Oberflächen zu bedrucken. Mit Hilfe des Tampondrucks können sowohl Materialien natürlicher als auch synthetischer Herkunft bedruckt werden: Holz, Metall, Glas, Keramik, Kunststoffe etc.Die Druckform ist ein auf einen stabilen Aluminiumrahmen gespanntes Gewebe. Auf diesem Gewebe ist eine Schablone mit farbundurchlässigen und farbdurchlässigen Stellen entsprechend dem Druckmotiv aufgebracht. Der Farbauftrag beim Siebdruck ist 5 bis 10 mal so dick wie bei anderen Druckverfahren. Der Siebdruck kann seine Stärke beim Bedrucken ebener Flächen (Flachdruck, Plandruck) ausreizen. Wir bedrucken die Kunststoffteile einfarbig oder mehrfarbig im Siebdruck. |
UP |
Kunststoffsorte: Polyester Anwendungsbeispiel: GFK-Teile, Boote, Telefonhäuser |
